Presse Aktuell




Verdichtung und klangliche Stärke

Als zentrale Figur des Werks ist die Rolle des Evangelisten angelegt. Hubert Nettinger singt die Partie inzwischen nicht nur, er durchlebt sie gleichsam und leidet mit den Geschehnissen. Sein Rollenverständnis beschränkt sich nicht auf die Vermittlung der Evangeliums-Handlung, sondern ist Teil der expressiven Darstellung und fügt sich so nahtlos ein in die Abfolge der kraftvollen Chöre und Arien.

(Süddeutsche Zeitung, 14.04.2009)

 

 

Matthäuspassion in Sankt Rafael

Dem stand Hubert Nettinger als Evangelist zur Seite, der mit leidenschaftlichem Engagement und Temperamet durch das Geschehen führte - und über die große Stimme verfügt, die ihm das erlaubt.

(Süddeutsche Zeitung, 01.04.2009)

 

 

Liederabend voller Sehnsucht und Inbrunst

 Silke Kaiser, Hubert Nettinger und Jens Fuhr entführten in der Kreuzkirche zu einem Schaufensterbummel im Blumenladen der Romantik.

(Nürtinger Zeitung, 21.10.2008)

 

 

Unter einem dramatischen Spannungsbogen

 Evangelist Hubert Nettinger gab - in absoluter stimmlicher Höchstform - die Distanz des Berichtenden bis hin zu erschütternder Betroffenheit auf, so dass er vor dem imaginären Auge des Zuhörers eine plastische Szenerie des Geschehens entstehen ließ.

(Süddeutsche Zeitung 25.03.2008)

 

 

Musik for the Dresden Frauenkirche

 ...On the plus side, tenor Hubert Nettinger is magnificent.

(Classics Today 21.03.2007)

 

 

Sakrales Musikdrama
Bachs Johannespassion mit dem Augsburger Vokalensemble

 ...Hubert Nettinger meisterte die Marathon- Tenorpartie des Lieblingsjüngers Jesu mit einer schauspielerisch modulierenden, emotionsreichen Ausdrucksvielfalt, die er in fast nimmermüde Stimmschönheit und exzellente Stilpraxis kleidete. Und neiget das Haupt und verschied etwa verging in einem grandiosen Pianissimo, dem sekundenlange Stille folgte. Dazu gesellte sich in seinen Arien eine bezwingend gestaltete Koloraturkunst, die mit dem instrumentalen Kommentar zur musikalischen Inzenierung verschmolz.

(Augsburger Alllgemeine 21.03.2007)

 

 

Lyrisches Intermezzo zweier Liederfürsten Heine und Schumann: Hochklassiger Konzertabend zum 150. Todestag von Dichter und Komponist

.....Ein Beispiel par excellence dazu der Reigen Dichterliebe, mit dem Hubert Nettinger den stimmungsvollen Abend in der Nürtinger Kreuzkirche eröffnete. Elegant, teils bis ins Dramatische hinein, hat Schumann die verklärten, emotions- wie bildreichen Texte des großen Dichters vom Herz und Schmerz der Liebenden, den er schon in Jugendjahren verehrte, in dieser Komposition umgesetzt.
Nettinger zeigt in den Passagen seine ausnahmslose Klasse als Liedsänger. Seine Interpretation ist von viel Gefühl getragen, fesselt die begeisterten Zuhörer mit Einfühlsamkeit und Nuancenreichtum. Der gebürtige Landshuter, der schon als Kind als Solist bei den Regensburger Domspatzen auf sich aufmerksam machte, kitzelt die Feinheiten aus dem Werk, schafft Stimmungen, lässt die Tragik der Zeilen, dieses Psychogramm der Liebe nicht nur ins Ohr, sondern auch ans Herz gehen.

(Nürtinger Zeitung 25.09.2006)

 

 

 

 

Die "Winterreise" im frostigen, nebligen Ulm: Der bewundernswerte Tenor Hubert Nettinger sang Schuberts Liederzyklus im Stadthaus als bewegendes Drama.

 Vor gut einem Jahr war ihm das Wandern noch des Müllers Lust gewesen, jetzt zog Hubert Nettinger im (diesmal gut besuchten) Stadthaus weiter, ohne jede Fröhlichkeit: "Nun merk ich erst, wie müd ich bin, da ich zur Ruh mich lege? heißt es in "Rast". Nach der "Schönen Müllerin" sang der erstklassige Tenor in der Reihe "Alte Musik in Ulm" also den anderen großen Liederzyklus von Franz Schubert: "Die Winterreise". Und Franz Raml war wieder an seinem historischen, keine Klangfarbenspielereien ermöglichenden, sondern den unerbittlichen Rhythmus der Lieder unterstützenden Hammerflügel (von 1824, just der Schubert-Zeit) ein souveräner Begleiter.

Nettinger führte das beeindruckende Drama eines getriebenen, in den Tod laufenden Menschen auf, dem jedes Glücksbild eine Halluzination ist, den die Natur verspottet: mit grimmiger Miene, mit den Gesten eines Verzweifelten, mit einer vibratolosen, herben, kühlen und doch wohlgeformten lyrischen Tenorstimme, die nun auch wirklich jede Nuance gestalten kann. Jedes Wort war "ausgesungen" deklamiert, jedes der 24 Lieder in diesem mit langem Applaus bedachten Konzert eine kostbare Miniatur. Schöngesang, die weich ausgekostete Melodie sind nur ein Gestaltungsmittel, wenn sich das Ich etwa im "Frühlingstraum" an die bunten Blumen, "wie sie blühen im Mai", erinnert. Aber brutal krähen die Hähne den Einsamen schnell in seine Wirklichkeit zurück. Am Ende, nach einer schmerzlichen Winterreise, bleibt dieses Ich matt, staunend, fragend zurück: "Wunderlicher Alter, soll ich mir dir gehn?"

(SÜDWEST PRESSE - Ausgabe Ulm)

 

 

Im Verlauf der Arie tischte der Tenor Hubert Nettinger auf kleinstem Raum all seine stimmlichen Stärken auf: sehr klare Deklamation, eine bei Bedarf machtvolle Stimme mit ausgewogenen Registern und ausdrucksvoller, dramatischer Vortrag. Sein Auftritt war machtvoll, war bedrohlich. Und Nettinger hielt sein Niveaus den ganzen Abend hindurch konstant.

(Rottenburger Zeitung: Der Messias: Jubelnd, affektgeladen und voller Freude)

 

 

  

Das Ereignis des Abends aber: Der Evangelist Hubert Nettinger, vom Feinsten.

Vorzügliche Artikulation, stimmliche Eleganz, ein hoch sensibler Dramatiker.

(Ingolstädter Donaukurier: Matthäuspassion mit dem Motettenchor)

 

 

 

 

In Text und Musik vollkommen eingetaucht - Außergewöhnlicher Liederabend mit Schubert, Schumann und Liszt eröffnete neue Konzertreihe

Die diesjährige Konzertreihe des Musikförderkreises Köfering/Neutraubling wurde mit einem Liederabend eröffnet, für den der lyrische Tenor Hubert Nettinger, ein ehemaliger Regensburger Domspatz und mehrfacher Preisträger bei Musikwettbewerben und der Konzertpianist Berno Scharpf als Begleiter am Flügel gewonnen werden konnten. Beide Künstler sind Mitglieder der "Singphoniker", einem Vokalensemble von internationalem Ruf.

Im ersten Teil des Konzerts war der gesamte Zyklus ?Dichterliebe? nach Versen von Heinrich Heine in der Vertonung durch Robert Schumann zu hören. Schon im ersten Lied ?Im wunderschönen Monat Mai? wird eine Klangpoesie angeschlagen, die in den Titeln "Und wüssten´s die Blumen, die kleinen" und "Ich will meine Seele tauchen"? fortgeführt wird und für den gesamten Zyklus charakteristisch ist.

Ein Meisterwerk der Klangaskese ist das Lied ?Ich hab? im Traum geweinet?, eine Vision verlorener Liebe, während die Direktheit des Gefühlsausdrucks und die Kraft der harmonischen Entwicklung in ?Ich grolle nicht? zu bewundern ist. Diese Reihe enthält Musik der Romantik in reinster Form. Kein anderer Komponist verkörperte in seinen Werken das Romantische mit seiner Empfindsamkeit für zarte Stimmungen so ausschließlich wie Robert Schumann.

Der zweite Teil des Programms war dem Liedschaffen von Franz Schubert und Franz Liszt gewidmet. Dabei hatten Hubert Nettinger und Berno Scharpf die originelle Idee, gleiche Texte, die sowohl Schubert, als auch Liszt vertont hatten, in das Programm aufzunehmen und dem Publikum im Konzert vorzustellen. Zwei Beispiele dieser Gegenüberstellung sollen hier genannt werden: Während Liszt im Lied "Der König in Thule" das Geschehen mit großem Klangaufwand dramatisiert, der fast den Rahmen einer Liedform sprengt, präsentiert Schubert eine einfache ausschließlich auf dem Stimmungsgehalt der Textvorlage basierende Komposition. Bei der Gegenüberstellung der Vertonung des Textes "Über allen Gipfeln ist Ruh" führt Liszt mit einem Choral am Beginn und Ende die Komposition ins Religiöse, während es Schubert gelang, in seiner Musik die vollkommene Ruhe, die in der dichterischen Vorlage ausgedrükt ist, deutlich zu machen.

Die nachfolgenden Lieder unter anderen "Der Fischerknabe" "Freudvoll und leidvoll" zeigen Liszt als einen Komponisten, der die Liedform Schuberts durch programmatische Klangmalerei erweitert und damit in jedem Lied eine Art "Szenerie" schafft.

Großer klanglicher Aufwand wird betrieben, um die Texte vor dem geistigen Auge des Hörers erstehen zu lassen. Bei den Liedern von Schubert "Der Alpenjäger" und "Wanderers Nachtlied" hingegen ist die Melodie eine Naturkraft, die Volksliednaivität zu höchster Kunst verfeinert. Das Gleichgewicht zwischen Singstimme und Klavierpart ist das Wesen des Schubertschen Liedes: eine absolute Harmonie.

Hubert Nettinger sang die Lieder mit ihren zahlreichen, ständig wechselnden Ausdrucksmöglichkeiten, wie sie durch die Gedichte vorgegeben sind, mit klarer und im Timbre angenehmer Stimme. Er verfügt nicht nur über ein ruhig strömendes Piano, sondern auch über ein strahlendes Forte. Sein Vortrag ist kultiviert und von verständlicher Diktion. Seine geschulte Atemtechnik erlaubt es ihm, lange musikalische Phrasen mühelos auszusingen. Der Sänger verstand es, zusammen mit seinem technisch versierten Begleiter Berno Scharpf, der mit unangestrengter, undemonstrativer Natürlichkeit den Flügel singen ließ, in Text und Musik ganz einzudringen.

Die Zuhörer erlebten in der leider nur mäßig besuchten Neutraublinger Stadthalle einen außergewöhnlichen Liederabend, der an seinem Ende mit der feinsinnigen und wunderbar ruhigen Gestaltung des Liedes "Über alle Gipfeln ist Ruh" von Schubert seinen Höhepunkt erreichte.

(Mittelbayerische Zeitung: Regensburg)

 

 

Fabelhafter Müllersbursche

Die unterschiedlichsten Müllersburschen sind schon auf Wanderschaft gegangen: Fritz Wunderlich beispielsweise, der in Schuberts Liederzyklus mit einer überwältigenden Unbekümmertheit und Fülle des Wohlklangs voranpreschte; dann Dietrich Fischer-Dieskau etwa, der ein tiefgründiges Drama gestaltete. Im Stadthaus stellte sich jetzt der Tenor Hubert Nettinger vor, der bei Christoph Prégardien in die Lehre gegangen ist. Nettinger ist ein wissender Sänger mit einem sehr feinen lyrischen Tenor, den er schlank, ohne verbrämendes Pathos führen kann. Nettinger konzertiert regelmäßig mit dem Hassler Consort, er ist hörbar am Repertoire alter Meister geschult, glänzt mit Stimmkultur, mit klarer, prononcierter Textbehandlung. Trotzdem hat Nettinger auch eine kernige Kraft, leidenschaftlich bot er die "Ungeduld", und er legte auch den Zorn des leidenden Liebhabers in Lieder wie "Eifersucht und Stolz". Das war deklamatorische Kunst.

 

Eine Besonderheit dieses Konzerts der Reihe "Alte Musik in neuen Räumen" - der Name deutet es an - war ein historischer Wiener Hammerflügel auf dem Podium. Ein Instrument, just ein Jahr nach Schuberts 1823 komponiertem Liedzyklus "Die schöne Müllerin? gefertigt: ein weicher Klang, ungefähr zwischen Cembalo und modernem Steinway. Und Raml war ein vorzüglicher Partner, der Akzente, Tempi setzte. Ein wunderbarer Liederabend.

(SÜDWEST-PRESSE)

  

 

 

Johannes-Passion - Überdurchschnittlich

 ..... Hubert Nettinger als Evangelist kann es mit großen Vorgängern aufnehmen ..

 (Südddeutsche Zeitung)

 

 

 

 

Innere Spannung

"Die schöne Magelone" in der Galerie Ammann

 ... Mit klarem Timbre überzeugt Nettinger von der ersten bis zur letzten Silbe. Mit dynamisch feinen Abstufungen und musikalisch breiter Ausdruckspalette verleiht er den Figuren ein plastisches Profil und sorgt für eine Emotionalität, die tiefe Verzweiflung ebenso deutlich werden lässt wie die unbeugsame Willensstärke des Protagonisten....

 (Süddeutsche Zeitung)

 

 

Mit Hubert Net­tinger hatte Franz Raml aus der Schar seiner Hassler-Consort-Solisten den idealen Interpreten ausgesucht. Dieser ausgezeichnet geschulte junge Tenor war der junge Müllerbur­sche, der alle Höhen und Tiefen seiner romantischen Liebe durchjubelte und durchlitt. Seine frische ausdrucksvolle Stimme wurde mit der etwas trocke­nen Akustik des Raumes sehr gut fer­tig, jedes Wort war zu verstehen, auch oben aus der Galerie. Ungewissheit und zärtliches Ver­langen vermochte er ebenso überzeu­gend auszudrücken wie beseligte Lie­besfreude, wilde Eifersucht und tiefsten Schmerz.

(Schwäbische Zeitung: Die ewig junge Müllerin)

 

 

Als "Jephta" beeindruckte Hubert Nettinger, mit weich timbrierter durchdringender Tenorstimme zu jeder Steigerung ebenso wie zu jeder Gefühlsregung fähig.

(Münchner Merkur: Jephta in Fürstenfeldbruck)

 

 

Vom mit Power geschmetterten Spitzenton bis zum tonlosen Hauch reichte die Ausdrucksskala des Sängers. Mit entspannter und angenehmer Tongebung gewann Nettinger die Zuhörer für die manchmal melancholischen, dann wieder burlesk-homoristischen Songs und brauchte dabei den Vergleich mit dem legendären Tenor Peter Pears nicht zu scheuen.

(Heidenheimer Zeitung: Il Trio im Marstall Schloss Hellenstein)

 

 

Das theologische Zentrum wurde überreich ausgefüllt durch den Evangelisten Hubert Nettinger. Mit seinem sehr hellen, präzisen und doch biegsamen Tenor erzählte er die Leidensgeschichte Christi dramatisch packend und bannend eindringlich, verschmolz Theater und Religion zu einer höheren Einheit. Dabei blieb er immer schönsingend, produzierte nie nur reinen Rezitativ ­Sprechgesang, sondern machte aus dem Rezitativ ariose Melodien, verpackte die deutlich gezeigte Erregung in die Gesangslinie: eine bewegende Meisterleistung. Und eine athletische dazu, er sang nämlich auch noch die Arien. Und auch da bot er Drama in der Arie, besonders im "Schmerz"- Rezitativ mit anschließender Arie: Jede Zeile bekam da ihre eigene Charakterfärbung.

(Rosenheimer Zeitung: Passion mit dramatischem Feuer)

 

 

Hubert Nettingers schlank, aber mit Strahlkraft intoniertes "Te ergo quaesumus"- Solo mit dem verzückten "Sanguine"- Höhepunkt zählte zweifellos zu den beeindruckendsten Momenten der Aufführung.

(Mittelbayerische Zeitung: Bruckner-Konzert der Musikvereinigung)